Hey Leute,
Jaaaa, wir schaemen uns schon! Und wieder einmal muessen wir uns bei euch fuer die Warterei entschuldigen. Aber es wird mit einem langen Bericht wieder gut gemacht! J Kleinen Moment : (die hinteren Gerhirnkammern werden durchforstet…) ahhjaaa, dann fangen wir am Besten mal im Februar an. Besser: am 27.02, denn dies ist das Datum, an dem wir der "Bananenhoelle" den Ruecken zugewendet haben. Am folgenden Montag verabschiedeten wir uns von Tully, wo wir einige liebgewonnene Menschen, Partyabende und nasse Fuesse zurueck liessen.
Mit dem Greyhoundbus ging es ab in Richtung Townsville. Leider waren die Hostels fuer unseren gefuehlten 50kg Rucksack zu weit vom Busstop entfernt, so dass wir uns kurzerhand entschlossen, die 2m neben uns liegende Faehre nach "Magnetic Island" zu beanspruchen.
Und so verbrachten wir die naechsten Tage: Strandspaziergaenge, Kajakfahren, in der Sonne brutzeln und picknicken am Strand bei untergehender Sonne. Nun begann fuer uns die wahre Ostkueste!
Nach 3 Tagen Urlaub pur, hiess es fuer uns wieder einmal weiterfahren. Nach 5 Stunden schlafen, lesen und DVD gucken kamen wir um Mitternacht in "Airlie Beach" an. Hier stand unsere Whitsunday Sailing Tour auf dem Program. Alles war gebucht und unsere 3 woechige Travelzeit bis auf den Tag durchgeplant. Doch das Schicksal wollte es anders … : ein Zyklon der Kategorie 5 haette eine beinahige Evakuierung verursacht. Panik brach aus. Restaurants tapten ihre Fensterscheiben, Autos wurden untergestellt und man riet uns die Stadt zu verlassen. Doch Mutter Natur hatte erbarmen und der Sturm machte einen Bogen um uns. Auch am naechsten Tag blieben die Schiffe in den Haefen und wir entschieden uns einmal die Luxusvariante des Sightseeings in Anspruch zu nehmen. Am Montag den 9.03 ging es mit einer Cessna ueber die Weiten des Great Barrier Reefs. Wir flogen ueber das bekannte "Herz-Riff", landeten mehrfach auf dem Wasser und bestaunten die einzelnen Riffpartien. Es war unbeschreiblich! Diese Farben!! Wie im Magazin! Dieser kurze Spass (1 ½ Stunden)hat uns nette 130 Euro gekostet. Aber man kann es sich ja leisten…man goennt sich ja sonst nix…J
Nach mehreren Absagen gab man uns am Dienstag endlich das OK zur Segeltour. Und so segelten wir fuer die naechsten 3 Tage mit der "Derwent Hunter" um die Inselgruppen der Whitsundays. Diese Tour war eindeutig ihr Geld wert. Wir haben endlich mal gut gegessen, konnten an Deck die Sonne geniessen und machten einen Stop am ‘Whithaven Beach‘, welcher unter den Top 10 der schoensten Straende ist. Zwar mussten wir in der Kabine ein bisschen quetschen und beim Zaehneputzen wurde einem dann doch mal Kotzuebel, dies wurde aber durch’s Schnorchel wieder wet gemacht. Dies war mit das Beste ueberhaupt! 3 mal zwengten wir uns in sexy Wetsuite und Taucherbrille, um die Unterwelt zu erkunden. Wie Nemo gleiteten wir durch die Korallenformationen und vergassen, bei der Leichtigkeit im Wasser, zum ersten Mal die zugenommenen 8kg .J Mit unseren Unterwasserkameras beknipsten wir den ein oder anderen bunten Fisch, denn davon haben wir seeeeehr viele gesehen. Unser tagelanger Wunsch mit einer Schildkroete zu schwimmen wurde wahr. Doch weit kam sie nicht… den an ihr klammernden extra Kilos konnte sie nicht entrinnen…wir streichelten sie noch einmal und sie entkam den deutschen Patschehaendchen.
Unter anderem sahen wir auf unserer Selgeltour Delfine, Rochen, Haie, riesen Schildlroeten, fliegende Fische und vieles mehr. 3 schoene Tage auf dem Meer neigten sich dem Ende und ehe wir uns versahen sassen wir schon wieder im Bus gen Sueden.
Nach einem 2 taegigem Aufenthalt in "Agnes Water/Town of 1770" ging es nach "Hervey Bay", wo Caro dann meite sie muesse aus einem Flugzeug springen… J Am 15.03 fuhren wir zum Flughafen.
Es wurde nicht lange gefackelt, kurze Einfuehrung und schon sass sie im Flugzeug.
Caro:14000 Fuss das war unsere Zielhoehe…4500 Meter ueber der Erde machte ich mir Gedanken, ob ich hier gerade das Richtige mache und wie ich eig. auf die Idee gekommen war mich diesem Adrenalinkick zu unterziehen!!! Tja, dann ging es recht schnell, die Zwei vor mir sprangen scheiend aus dem Flieger und 10 sek. spaeter meinte mein Partner : "Ready to sky dive???" Ja…mhmm, ich glaube meine Antwort hat er nicht verstanden denn er stiess mich in die Tiefe ;-)…eine Drehung und ein irrer freier Fall! Dieses Gefuehl kann ich gar nicht beschreiben…60 sek. sind wir gefallen ehe er den Fallschirm aufspringen lies. Ich weiss nicht wie oft ich :"Oh, my god!!!" geschrien hatte bevor wir eine sanfte Landung am Strand hinlegten. Eine DVD von diesem Spektakel gab es dann auch und Lena und ich mussten an einigen Stellen fast Traenen lachen, da man in der Luft bei dem Druck ab und an bizarre Gesichtszuege annimmt J . Nach 3 ½ Stunden und 225Euro weniger in der Tasche war alles vorbei.
P.S.: Ich wuerde es wieder tun…
Und gleich ging es weiter mit den Vorbereitungen fuer das naechste Abendteuer. Auf dem Program stand eine 4 Wheel Selfdrive Tour auf Fraser Island, der groessten Sandinsel der Welt.
Mit 6 Schotten, 2 Maedchen-Maedchen aus England, einem "Marlon" vom Bodensee(freak)…und uns, die staendig versuchten, das Pendel der Normalitaet im Gleichgewicht zu halten, ging es mit einem Land Cruiser auf Entdeckungsreise. Wie sich spaeter herausstellte war unsere Truppe doch ganz cool (ausser "Marlon" vom Bodensee und die beiden Maedchen-Maedchen). Wir tauchten ein in die Klarheit des "Lake McKenzie", dessen Wasser man trinken konnte, beobachteten 1,50m lange Riesenechsen, die mit leuchtenen Augen auf unseren Schinken schielten und fuhren mit lauter Musik ueber den endlos langen Strand Highway. Ab und zu landete das ein oder andere Flugzeug neben uns, welchen wir dann doch lieber aus dem Weg gingen und abends versuchten wir am Lagerfeuer hinter die Geheimisse des Didgeridoo spielens zu blicken – was den Meisten natuerlich nicht gelang.J Am naechsten Tag badeten wir unter andem im ‘Champagne Pool’, schossen einige Fotos vom bekannten Schiffswrack und fluechteten vor mutierten, aggressiven Riesenbremsen, dessen Stiche zu tennisballgrossen, blauen Flecken anschollen. Unsere Zelte wurden in den Duenen aufgeschlagen, wo wir dann fuer die ganze Truppe kochten. Beim abendlichen Lagerfeuer am Strand wurde der ein oder andere Liter ‘Goon’(Caro) (ekliger Backpacker Billigwein) und Vodka mit Apfelsaft (Lena) vertilgt. Mitten in der Nacht wurden wir von hilferufenden Schreien der Beiden Maedchen-Maedchen geweckt. Die fuer Fraser Island beruechtigten Dingos hatten sich an unsere Muelltuete hergemacht und kaempften zwischen den Zelten, um die Reste.
Nachdem eine kl. morgenliche Autopanne behoben war, gings noch einmal zum Trinken an den Lake McKenzie und dann … ja und dann war schon wieder eine tolle Tour zuende und wir sassen mal wieder im Bus. Nach einem kurzen Stop in "Noosa" lockte uns nach langer Zeit mal wieder Grossstadtluft. Naechster Halt: Brisbane! Auf Sightseeing hatten wir aber irgendwie keine Lust und was machen 2 Maedels, wenn sie in eine Grossstadt kommen ?!?! Richtig! SHOPPEN! J Bzw. Window – Shopping…d.h.gucken. Nachdem wir uns dann doch noch zum Parlamentsgebaeude und zum Botanischen Garten geschleppt hatten, gings zurueck zum Hostel, wo wir uns in einem 30er Zimmer Partyfertig machten. Also eins koennen wir euch sagen : Brisbane lebt! Mitten in der City hatte ein DJ sein Pult aufgebaut und spielte lautstarke Salsamusik. Dies zog die Leute an wie ein Magnet und ehe wir uns versahen, standen wir Mitten in einer Traube von 200 tanzenden Leuten aus allen Nationen. Habt ihr schon einmal Chinesen mit schwingenden Hueften gesehen?!? Also wir schon!J Den Rest der Nacht verbrachten wir aus unerklaerlichen Gruenden im Irish Pub. Hier trafen wir auch Delph, der RTL Moderator, den wir schon auf Fraser Island kennengelernt haben. N’Netter, der zaubern kann und viel redet.J
Nach 2 Stunden Schlaf mussten wir auch irgendwie schon wieder in den 7 Uhr Bus einsteigen, der uns auf direktem Wege ins Paradies brachte – nach "Surfers Paradise".
Hier stand nun der erste Geburtstag an! Unsere Carolin hat zum zweiten Mal genullt!! (Lena: In 10 Jahren ist sie dann auch schon 30 und ihr Leben ist vorbei!! J Caro: NEIN, NEIN, NEIN, das darf nicht sein!!)
Dieser Geburtstag fing eigentlich schon am 21.03 mit Goon/Diet Lemon und Vodka/Apfelsaft an. Wir wissen nicht wie, aber irgendwie haben wir es auf die Partymeile geschaft.
Surfers Paradise = Mallorca
Zack war der richtige Club gefunden und getanzt bis uns die Flip Flops qualmten. Das neue Lebensjahr hatte begonnen…
Als wir am 22.03 um 15 Uhr wach wurden, haben wir erstmal richtig lecker gefruehstueckt ( Caro: Also…Lena hatte mir das beste Fruehstueck gezaubert, was man sich nach so einer Partynacht nur vorstellen kann…an alle Maenner…Lena hats drauf!!!)
Eine Nacht auf der duennsten Matratze der Welt spaeter ging es weiter nach "Byron Bay", wo wir uns fuer die naechsten 4 Tage im stundentakt in der Sonne wendeten. Bei strahlendem Wetter brutzelten wir so vor uns hin und der Bikiniabdruck lies sich nicht mehr verstecken. *So ein Scheiss!*
Was uns nun so langsam bevorstand war, die quaehlende Frage : Wo schlafen wir in Melbourne eigentlich?! Unter normalen Umstaenden waere das kein Thema gewesen nur war die Stadt, aufgrund der Formel 1, komplett ausgebucht! Da wir nicht wirklich einsahen $200 fuer ein Hotel auszugeben, riefen wir Bekannte von Caros Nachbarn an, die diese auch nur von der Arbeit kennen und stellten uns erst einmal vor. Nach dem Motto: ,,Hallo mein Name ist Carolin Woehlert aus Deutschland, ich habe ihre Nummer von meinem Nachbarn und wollte mal fragen ob wir bei ihnen uebernachten koennen…"J Die australische Mentalitaet liess nur eine Antwort zu : Na klar, ihr seid herzlich Willkommen!" Tja, und so wurden aus 2 Tagen schnell eine ganze Woche!
Sonntag, den 29.03 ging es dann in den Albert Park. Nein, wir waren nicht zum Tauben fuettern gekommen, sondern zum ersten Grand Prix der Formel 1 Saison 2009 !!! Ja, richtig, sehr dramatisch! Dass ist das was Frauen wollen : heisser Sound, schnelle Autos und verschwitze Rennfahrer, wie … ja wie der Schumi eben. Nur, dass dieser ganz gechillt mit dem RTL Reporter geschnackt hat. (Jaja, RTL ist viel vertreten hier in OZ). Aber nun mal zum Rennen: Eins koennen wir euch sagen, wir haben fast nix mitbekommen! Kein Plan wer/wann ausschied, wer/wann an der Spitze war oder wer/wann tanken war. Aber der Sound…Wahnsinn!!! Unser Kopf bewegte sich millisekundenweise von Rechts nach Links, was einen steifen Nacken zur Folge hatte. Wie beim Tennis!
Eins stellten wir jedenfalls fest: Ferrari war eindeutig am Staerksten vertreten! Ueberall rot!!
Wir liessen den Tag mit einem "The Who" Konzert ausklingen. Die Frage stellten wir uns allerdings auch : The who?!?! (Bitte wer?) Soll ganz bekannt sein… vll haetten wir 30 sein muessen, um die Band zu kennen!
Am Dienstag kam bei uns noch einmal Weihnachststimmung aus, denn Ich (Lena) bekam endlich mein verschollenes Weihnachtspacket!! *Jibbey* Zwar war die Schokolade zum Teil schon abgelaufen, dennoch wurde mit Freude alles ausgepackt.
Nun ist schon der 4.04 – Australien wurde bereist und wir haben uns dort niedergelassen, wo es uns am Besten gefallen hat – Melbourne!
Hier gibt es noch einiges zu erkunden, aber wie lange wir noch bleiben….Wer weiss das schon?J
Bis bald,
Eure Lena und Caro
Freitag, 3. April 2009
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