Sonntag, 12. April 2009

Hey an alle unsere treuen Leser!!!
So, endlich ist es soweit...wir sind auf dem Weg zum Flughafen und werden Australien in wenigen Stunden verlassen! Ein weinendes Auge ist mit dabei, aber wir freuen uns so wahnsinnig auf unsere gute alte Heimat....ohne ein freundliches "Moin Moin" kann man es eben nicht lange aushalten ;)
Nach fast 9 Monaten Ferne kommen wir morgen (14.4.09- 13:36 Uhr) am Kieler HBf an und sind gespannt was sich so in "Kiel Ciddy" veraendert hat!

Ganz lieben Gruss an euch alle
eure Caro & Lena

Montag, 6. April 2009

So Leute,
nun ist es offiziell!!! Wir kommen naechsten Dienstag (14.04.2009) zurueck nach Hause. Wahrscheinlich so gegen 13 Uhr am Kieler Hauptbahnhof.
Der eigentliche Termin war zwar eigentlich fuer den 18.Mai angesetzt, doch haben wir uns kurzerhand umentschlossen. Und nein, uns ist nicht das Geld ausgegangen, fuer uns ist es einfach an der Zeit mal wieder Norddeusche Luft zu schnuppern.
Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden, auch hier werden noch die ein oder anderen Eintraege folgen.
Bis bald, Caro und Lena
Wir sagen nur *8*!!!

Freitag, 3. April 2009

Ostkueste

Hey Leute,
Jaaaa, wir schaemen uns schon! Und wieder einmal muessen wir uns bei euch fuer die Warterei entschuldigen. Aber es wird mit einem langen Bericht wieder gut gemacht! J Kleinen Moment : (die hinteren Gerhirnkammern werden durchforstet…) ahhjaaa, dann fangen wir am Besten mal im Februar an. Besser: am 27.02, denn dies ist das Datum, an dem wir der "Bananenhoelle" den Ruecken zugewendet haben. Am folgenden Montag verabschiedeten wir uns von Tully, wo wir einige liebgewonnene Menschen, Partyabende und nasse Fuesse zurueck liessen.
Mit dem Greyhoundbus ging es ab in Richtung Townsville. Leider waren die Hostels fuer unseren gefuehlten 50kg Rucksack zu weit vom Busstop entfernt, so dass wir uns kurzerhand entschlossen, die 2m neben uns liegende Faehre nach "Magnetic Island" zu beanspruchen.
Und so verbrachten wir die naechsten Tage: Strandspaziergaenge, Kajakfahren, in der Sonne brutzeln und picknicken am Strand bei untergehender Sonne. Nun begann fuer uns die wahre Ostkueste!
Nach 3 Tagen Urlaub pur, hiess es fuer uns wieder einmal weiterfahren. Nach 5 Stunden schlafen, lesen und DVD gucken kamen wir um Mitternacht in "Airlie Beach" an. Hier stand unsere Whitsunday Sailing Tour auf dem Program. Alles war gebucht und unsere 3 woechige Travelzeit bis auf den Tag durchgeplant. Doch das Schicksal wollte es anders … : ein Zyklon der Kategorie 5 haette eine beinahige Evakuierung verursacht. Panik brach aus. Restaurants tapten ihre Fensterscheiben, Autos wurden untergestellt und man riet uns die Stadt zu verlassen. Doch Mutter Natur hatte erbarmen und der Sturm machte einen Bogen um uns. Auch am naechsten Tag blieben die Schiffe in den Haefen und wir entschieden uns einmal die Luxusvariante des Sightseeings in Anspruch zu nehmen. Am Montag den 9.03 ging es mit einer Cessna ueber die Weiten des Great Barrier Reefs. Wir flogen ueber das bekannte "Herz-Riff", landeten mehrfach auf dem Wasser und bestaunten die einzelnen Riffpartien. Es war unbeschreiblich! Diese Farben!! Wie im Magazin! Dieser kurze Spass (1 ½ Stunden)hat uns nette 130 Euro gekostet. Aber man kann es sich ja leisten…man goennt sich ja sonst nix…J
Nach mehreren Absagen gab man uns am Dienstag endlich das OK zur Segeltour. Und so segelten wir fuer die naechsten 3 Tage mit der "Derwent Hunter" um die Inselgruppen der Whitsundays. Diese Tour war eindeutig ihr Geld wert. Wir haben endlich mal gut gegessen, konnten an Deck die Sonne geniessen und machten einen Stop am ‘Whithaven Beach‘, welcher unter den Top 10 der schoensten Straende ist. Zwar mussten wir in der Kabine ein bisschen quetschen und beim Zaehneputzen wurde einem dann doch mal Kotzuebel, dies wurde aber durch’s Schnorchel wieder wet gemacht. Dies war mit das Beste ueberhaupt! 3 mal zwengten wir uns in sexy Wetsuite und Taucherbrille, um die Unterwelt zu erkunden. Wie Nemo gleiteten wir durch die Korallenformationen und vergassen, bei der Leichtigkeit im Wasser, zum ersten Mal die zugenommenen 8kg .J Mit unseren Unterwasserkameras beknipsten wir den ein oder anderen bunten Fisch, denn davon haben wir seeeeehr viele gesehen. Unser tagelanger Wunsch mit einer Schildkroete zu schwimmen wurde wahr. Doch weit kam sie nicht… den an ihr klammernden extra Kilos konnte sie nicht entrinnen…wir streichelten sie noch einmal und sie entkam den deutschen Patschehaendchen.
Unter anderem sahen wir auf unserer Selgeltour Delfine, Rochen, Haie, riesen Schildlroeten, fliegende Fische und vieles mehr. 3 schoene Tage auf dem Meer neigten sich dem Ende und ehe wir uns versahen sassen wir schon wieder im Bus gen Sueden.
Nach einem 2 taegigem Aufenthalt in "Agnes Water/Town of 1770" ging es nach "Hervey Bay", wo Caro dann meite sie muesse aus einem Flugzeug springen… J Am 15.03 fuhren wir zum Flughafen.
Es wurde nicht lange gefackelt, kurze Einfuehrung und schon sass sie im Flugzeug.
Caro:14000 Fuss das war unsere Zielhoehe…4500 Meter ueber der Erde machte ich mir Gedanken, ob ich hier gerade das Richtige mache und wie ich eig. auf die Idee gekommen war mich diesem Adrenalinkick zu unterziehen!!! Tja, dann ging es recht schnell, die Zwei vor mir sprangen scheiend aus dem Flieger und 10 sek. spaeter meinte mein Partner : "Ready to sky dive???" Ja…mhmm, ich glaube meine Antwort hat er nicht verstanden denn er stiess mich in die Tiefe ;-)…eine Drehung und ein irrer freier Fall! Dieses Gefuehl kann ich gar nicht beschreiben…60 sek. sind wir gefallen ehe er den Fallschirm aufspringen lies. Ich weiss nicht wie oft ich :"Oh, my god!!!" geschrien hatte bevor wir eine sanfte Landung am Strand hinlegten. Eine DVD von diesem Spektakel gab es dann auch und Lena und ich mussten an einigen Stellen fast Traenen lachen, da man in der Luft bei dem Druck ab und an bizarre Gesichtszuege annimmt J . Nach 3 ½ Stunden und 225Euro weniger in der Tasche war alles vorbei.
P.S.: Ich wuerde es wieder tun…
Und gleich ging es weiter mit den Vorbereitungen fuer das naechste Abendteuer. Auf dem Program stand eine 4 Wheel Selfdrive Tour auf Fraser Island, der groessten Sandinsel der Welt.
Mit 6 Schotten, 2 Maedchen-Maedchen aus England, einem "Marlon" vom Bodensee(freak)…und uns, die staendig versuchten, das Pendel der Normalitaet im Gleichgewicht zu halten, ging es mit einem Land Cruiser auf Entdeckungsreise. Wie sich spaeter herausstellte war unsere Truppe doch ganz cool (ausser "Marlon" vom Bodensee und die beiden Maedchen-Maedchen). Wir tauchten ein in die Klarheit des "Lake McKenzie", dessen Wasser man trinken konnte, beobachteten 1,50m lange Riesenechsen, die mit leuchtenen Augen auf unseren Schinken schielten und fuhren mit lauter Musik ueber den endlos langen Strand Highway. Ab und zu landete das ein oder andere Flugzeug neben uns, welchen wir dann doch lieber aus dem Weg gingen und abends versuchten wir am Lagerfeuer hinter die Geheimisse des Didgeridoo spielens zu blicken – was den Meisten natuerlich nicht gelang.J Am naechsten Tag badeten wir unter andem im ‘Champagne Pool’, schossen einige Fotos vom bekannten Schiffswrack und fluechteten vor mutierten, aggressiven Riesenbremsen, dessen Stiche zu tennisballgrossen, blauen Flecken anschollen. Unsere Zelte wurden in den Duenen aufgeschlagen, wo wir dann fuer die ganze Truppe kochten. Beim abendlichen Lagerfeuer am Strand wurde der ein oder andere Liter ‘Goon’(Caro) (ekliger Backpacker Billigwein) und Vodka mit Apfelsaft (Lena) vertilgt. Mitten in der Nacht wurden wir von hilferufenden Schreien der Beiden Maedchen-Maedchen geweckt. Die fuer Fraser Island beruechtigten Dingos hatten sich an unsere Muelltuete hergemacht und kaempften zwischen den Zelten, um die Reste.
Nachdem eine kl. morgenliche Autopanne behoben war, gings noch einmal zum Trinken an den Lake McKenzie und dann … ja und dann war schon wieder eine tolle Tour zuende und wir sassen mal wieder im Bus. Nach einem kurzen Stop in "Noosa" lockte uns nach langer Zeit mal wieder Grossstadtluft. Naechster Halt: Brisbane! Auf Sightseeing hatten wir aber irgendwie keine Lust und was machen 2 Maedels, wenn sie in eine Grossstadt kommen ?!?! Richtig! SHOPPEN! J Bzw. Window – Shopping…d.h.gucken. Nachdem wir uns dann doch noch zum Parlamentsgebaeude und zum Botanischen Garten geschleppt hatten, gings zurueck zum Hostel, wo wir uns in einem 30er Zimmer Partyfertig machten. Also eins koennen wir euch sagen : Brisbane lebt! Mitten in der City hatte ein DJ sein Pult aufgebaut und spielte lautstarke Salsamusik. Dies zog die Leute an wie ein Magnet und ehe wir uns versahen, standen wir Mitten in einer Traube von 200 tanzenden Leuten aus allen Nationen. Habt ihr schon einmal Chinesen mit schwingenden Hueften gesehen?!? Also wir schon!J Den Rest der Nacht verbrachten wir aus unerklaerlichen Gruenden im Irish Pub. Hier trafen wir auch Delph, der RTL Moderator, den wir schon auf Fraser Island kennengelernt haben. N’Netter, der zaubern kann und viel redet.J
Nach 2 Stunden Schlaf mussten wir auch irgendwie schon wieder in den 7 Uhr Bus einsteigen, der uns auf direktem Wege ins Paradies brachte – nach "Surfers Paradise".
Hier stand nun der erste Geburtstag an! Unsere Carolin hat zum zweiten Mal genullt!! (Lena: In 10 Jahren ist sie dann auch schon 30 und ihr Leben ist vorbei!! J Caro: NEIN, NEIN, NEIN, das darf nicht sein!!)
Dieser Geburtstag fing eigentlich schon am 21.03 mit Goon/Diet Lemon und Vodka/Apfelsaft an. Wir wissen nicht wie, aber irgendwie haben wir es auf die Partymeile geschaft.
Surfers Paradise = Mallorca
Zack war der richtige Club gefunden und getanzt bis uns die Flip Flops qualmten. Das neue Lebensjahr hatte begonnen…
Als wir am 22.03 um 15 Uhr wach wurden, haben wir erstmal richtig lecker gefruehstueckt ( Caro: Also…Lena hatte mir das beste Fruehstueck gezaubert, was man sich nach so einer Partynacht nur vorstellen kann…an alle Maenner…Lena hats drauf!!!)
Eine Nacht auf der duennsten Matratze der Welt spaeter ging es weiter nach "Byron Bay", wo wir uns fuer die naechsten 4 Tage im stundentakt in der Sonne wendeten. Bei strahlendem Wetter brutzelten wir so vor uns hin und der Bikiniabdruck lies sich nicht mehr verstecken. *So ein Scheiss!*
Was uns nun so langsam bevorstand war, die quaehlende Frage : Wo schlafen wir in Melbourne eigentlich?! Unter normalen Umstaenden waere das kein Thema gewesen nur war die Stadt, aufgrund der Formel 1, komplett ausgebucht! Da wir nicht wirklich einsahen $200 fuer ein Hotel auszugeben, riefen wir Bekannte von Caros Nachbarn an, die diese auch nur von der Arbeit kennen und stellten uns erst einmal vor. Nach dem Motto: ,,Hallo mein Name ist Carolin Woehlert aus Deutschland, ich habe ihre Nummer von meinem Nachbarn und wollte mal fragen ob wir bei ihnen uebernachten koennen…"J Die australische Mentalitaet liess nur eine Antwort zu : Na klar, ihr seid herzlich Willkommen!" Tja, und so wurden aus 2 Tagen schnell eine ganze Woche!
Sonntag, den 29.03 ging es dann in den Albert Park. Nein, wir waren nicht zum Tauben fuettern gekommen, sondern zum ersten Grand Prix der Formel 1 Saison 2009 !!! Ja, richtig, sehr dramatisch! Dass ist das was Frauen wollen : heisser Sound, schnelle Autos und verschwitze Rennfahrer, wie … ja wie der Schumi eben. Nur, dass dieser ganz gechillt mit dem RTL Reporter geschnackt hat. (Jaja, RTL ist viel vertreten hier in OZ). Aber nun mal zum Rennen: Eins koennen wir euch sagen, wir haben fast nix mitbekommen! Kein Plan wer/wann ausschied, wer/wann an der Spitze war oder wer/wann tanken war. Aber der Sound…Wahnsinn!!! Unser Kopf bewegte sich millisekundenweise von Rechts nach Links, was einen steifen Nacken zur Folge hatte. Wie beim Tennis!
Eins stellten wir jedenfalls fest: Ferrari war eindeutig am Staerksten vertreten! Ueberall rot!!
Wir liessen den Tag mit einem "The Who" Konzert ausklingen. Die Frage stellten wir uns allerdings auch : The who?!?! (Bitte wer?) Soll ganz bekannt sein… vll haetten wir 30 sein muessen, um die Band zu kennen!
Am Dienstag kam bei uns noch einmal Weihnachststimmung aus, denn Ich (Lena) bekam endlich mein verschollenes Weihnachtspacket!! *Jibbey* Zwar war die Schokolade zum Teil schon abgelaufen, dennoch wurde mit Freude alles ausgepackt.
Nun ist schon der 4.04 – Australien wurde bereist und wir haben uns dort niedergelassen, wo es uns am Besten gefallen hat – Melbourne!
Hier gibt es noch einiges zu erkunden, aber wie lange wir noch bleiben….Wer weiss das schon?J
Bis bald,
Eure Lena und Caro

Samstag, 21. Februar 2009

Hey Leute,Jaja, jetzt haben wir es endlich mal wieder geschafft…also macht euch auf etwas gefasst, denn dieser Bericht wird lang und voller Gegensaetze. Nachdem ganzen Grossstadttrubel ging es fuer uns am Donnerstag, den 22.01 per Flugzeug nach Alice Springs in die unendlichen Weiten des Outbacks. Als wir den Horrorflug unseres Lebens hinter uns gebracht hatten, kamen wir bei 40 Grad (ueberraschenderweise doch heil) am ‘Flughafen’ an... Am naechsten Tag wurden wir um 6 Uhr in der Frueh zu DEM Abenteuer UEBERHAUPT abgeholt! Ersteinmal ging es mit 21 Personen aus aller Welt zum 'Kings Canyon', wo wir in der prallen Mittagssonne bei 45 Grad im Schatten, die erste Huerde, den sogenannten ‘Heart Attack’-Aufstieg meisterten. Leute, lasst euch sagen … der Aufstieg hat seinen Namen zu 100% verdient! Danach hiess es auf und ab in der roten Hoelle. 6km und 4 Stunden (gefuehlte 8 Stunden!!) spaeter sassen wir endlich wieder im klimatisierten Bus an. Zu diesem ersten Zwischenstop kann man hinzufuegen, dass so einige doch an ihre koerpersichen Grenzen gestossen sind. Die anfaengliche Gruppe zog sich in die Laenge und es wurde mehr zu einem Einzelkampf. Keine Gespraeche, kein Scherze mehr - jeder wollte es einfach nur noch hinter sich bringen! Ein Wasserloch mit Namen ‘Garden Eden’ wurde zur besten Abkuehlung unseres Lebens! Unser Nachtlager wurde in den Weiten einer Rinderfarm aufgeschlagen. Bevor Lagerfeuer entfacht und Schlafsaecke rausgekramt wurden konnte, musste ersteinmal fleissig Kuh-und Kamelkacke geschaufelt werden. :)
Wie im 18.Jahrhundert wurden die Frauen zum Gemuese schnibbeln verbannt und die Maenner kuemmerten sich um Feuer und Fleisch! *g* Um das Lagerfeuer versammelt sahen wir uns bei selbstgebackenem Brot den Sonnenuntergang an bis es Zeit war in die Schlafsaecke zu krabbeln. Die naechtliche Abkuehlung blieb aus und wir entschieden uns lieber ab und zu mal von Grashuepfern besprungen zu werden, als mit dem Innenleben des Sackes zu verschmelzen. Hier kommen wir auch zum ersten kleinen Problem: Grashueper und Insekten im Allgemeinen! Ihr koennt euch nicht vorstellen wie beliebt man bei Fliegen im Ouback sein kann. Nur ungefaeht 5 Leute waren intelligent genug sich ein Kopffliegennetz zu kaufen. Natuerlich hatten wir auf diese Investition verzichtet … ein grosser Fehler wie sich herrausstellte! Und so wurde eine Konstruktion nach der Naechsten ausprobiert, um sich die Mistdinger vom Hals zu halten. Es ist unmoeglich zu beschreiben, wie viele es WIRKLICH waren! Nach einer sehr unruhigen Nacht brachen wir uns am naechsten Tag um 5 Uhr zu unserem naechsten Ziel auf. Hier ist noch zu erwaehnen, das unruhige bzw. schlaflose Naechte mit einem gigantischen Blick auf abermillionen Sterne/Milkyway wet gemacht wurden. Nach kurzer Busfahrt hiess es wieder klettern - in den sogenannten ‘Kata Tjutas’ (oder auch ‘Olgas‘), auf deutsch: viele Koepfe. Eins der Heiligtuemer der Aboriginies - fuer die wir, wie unser Tourguide Joel berichtete, nach unserem Wissensstand zufolge, in der Rangordnung noch Kinder sind. Nach weiterem klettern in der gluehenden Hitze ging es gegen Abend zu der Hauptattraktion UBERHAUPT - dem Uluru oder auch Ayers Rock. Da wir uns den 10 km Basewalk fuer den 3. Tag aufgehoben hatten, zeigte uns Joel nur einige Hoehlen und Malereien und gab Geschichten und Sagen der Ureinwohner an uns weiter. Zwischendurch ging es nach einer Abkuehlung im Resortpool zum Kulturzentrum, um danach den Farbwechsel des Steines durch den spektakulaeren Sonnenuntergang zu betrachten. Wie zu erwarten, stand der Fotoapparat nicht still. Der Stein, wir zusammen mit dem Stein, der Stein, Caro alleine mit dem Stein, der Stein, Lena alleine mit dem Stein und und und …gefuehlte 10000 ueberfluessige Bilder spaeter ging es zum Campigplatz, wo wir mal wieder mitten im Nirgendwo unsere Sacke ausrollten. Hier wurde dann auch endlich mal wieder geduscht - auch wenn es mehr ein kollektives Duschen mit Tausenden von Grashuepfern, Gottesanbetern und anderm undefinierbarem Krabbelzeugs wurde. Nach einer weiteren schlaflosen/sternenklaren Nacht ging es um 4:30 Uhr zurueck zum Uluru. Unser Tourguide brachte uns an eine Stelle, fernab vom Tourismus, um den Sonnenaufgang zu geniessen. Es hiess mal wieder Kamera raus und : der Stein, wir zusammen mit dem Stein, der Stein ... *g*Danach ging es zur letzten 'Huerde' - der Basewalk. Ganz klar, dass nach den letzten Tagen der 10km Spaziergang kein Problem war. Eine leichte Briese hielt uns mehr oder weniger die Fligen vom Hals und zu dieser Tageszeit war das Wandern doch eigentlich ganz angenehm. Nach 3 Tagen Powerprogram ging es dann endlich wieder in Richtung Zivilisation. Auf dem Rueckweg machten wir noch einen kurzen Stop auf einer Kamelfarm, bestaunten einen riesiegen Salzsee und gruben zwischen den Baumwurzeln nach proteinreichen, weissen Delikatessen. Wir haben uns bei der Probierrunde der Maden dankend zurueckgehalten... Alles in allem hat die 'Rock Tour' auf jeden Fall gerockt *g*. Es war einen gute Erfahrung, welche defenitiv spass gemacht hat, aber wir wuerden es nieeee wieder machen! :) Die Tour fand einen super Abschluss bei einem Abendessen im Biergarten bei Lichterketten und life Didgeredooklaengen. Am 26.01 hiess es dann 'goodbye' zu Hitze & Co und 'hello' zum tropische Feuchtgebiet...
Cairns hat uns jetzt nicht so mitgerissen, da wir eher mit der Jobsuche beschaeftigt waren und uns bei der Feuchtigkeit kaum zu etwas Anderem motivieren konnten. Uns beeindruckte jedoch ziemlich, dass wir nach kahlem Outback nun ploetzlich von gruenem Regenwald umgeben waren. Nach 3 Tagen begann fuer uns ein neues Kapitel : Bananenfarm!
Ja Leute, wir arbeiten auf einer Bananenfarm. :) 2 Norddeutsche am nassesten Ort Australiens - in Tully! Dieses Kaff besteht aus einer Hauptstrasse, einem Supermarkt und ein paar kleinen Tante Emma Laeden. Nun folgte fuer uns der komplette Kontrast. Innerhalb von einer Woche erlebten wir die Ausmasse von Zyclone, Monsunregen und Ueberschwemmung. Wir standen auf einer normalen Strasse mitten in Tully bis zu den Schultern im Wasser. Falls ihr es nicht glaubt, Beweissfotos folgen! Im Nachhinein stellte sich diese Aktion als ziemlich leichtsinnig herraus! Durch das Uebertreten der Flusse hatten die gefaehrlichen Salzwasserkrokodile leichtes Spiel und toeteten 3 Menschen. Wir hatten trotzdem unseren Spass! :) Nun mal zu unserem neuen Job: Fuer uns heisst es seit 3 Wochen taeglich 8 Stunden Fliessbandarbeit. Gluecklicherweise, muessen wir nicht draussen neben Schlangen, Spinnen, Ratten und Co. arbeiten, sondern lediglich 14 Kilo Bananen in Karton packen. Taeglich werden so ca. 250 Karton gefuellt. Insgesamt jeder schon ueber 3000 (Endergebnis folgt). Obwohl ... wo wir gerade bei Schlangen, Ratten und Spinnen sind ... die schauen auch regelmaessig in der offenen Fabrikhalle vorbei. Wir hatten z.B. letzten Freitag eine nicht ganz kleine Python in einer Bananenstaude, welche dann auch glatt eingefangen und gestreichelt wurde bevor sie wieder frei gelassen wurde. Ein weiter Gast war eine 'Brown Snake' - die giftigste Schlange Australiens. Mit der wurde kein Streichelzoo gespielt ... Ratten und Spinnen sind auch schon mal dabei, aber die richtig, also die richtig dicken, schwarzen, haarigen 8 Beiner blieben uns bis jetzt erspart. Die meiste Zeit haben wir eigentlich gut zu tun, wenn jedoch mal eine Duerreperiode folgt vertreiben wir uns die Zeit mit Bananeschnitzereien. Unser groesster Erfolg - ein Bananenhandy von Nokia! *g* Wir werden es noch dieses Jahr auf den deutschen Markt einfuehren. Unsere anfaenglichen Ueberlegungen 4 oder 5 Wochen zu bleiben, verliefen nun doch auf das Erstere. Auch wenn die Arbeit relativ anstrengend ist, ist es aushaltbar. Jedoch sehnen wir uns nach mehr Zivilisation, besserem Wetter und auch der Schmutz im Hostel traegt dazu bei dem Bananen Abenteuer ein Ende zu bereiten. Es hoert sich im ersten Moment vll alles ein bisschen negativ an, doch muss gesagt werden, dass wir hier einige echt nette Leute kennengelernt haben und diese Erfahrung auch nirgendwo anderes als hier haetten machen koennen. Nun stehen uns noch 5 Tage Bananenpacken bevor und dann geht es weiter die Ostkueste runter. Weitere Reiseberichte folgen.Macht es gut und bis bald,eure Lena und Caro

Mittwoch, 21. Januar 2009

Hey Leute,
Wir sind jetzt auf den Tag genau ein halbes Jahr hier in Australien!! Es gefaellt uns immer noch super gut!!!
Nachdem wir eine Woche lang Melbourne ERlebt und GElebt haben gings fuer uns in DEN Luxusurlaub ueberhaupt! Aber vll sollten wir auch hier erst einmal wieder von vorne anfangen.
Also, was haben wir in Melbourne erlebt ... mal ueberlegen... hmmm...
Kurzfassung:

  • Melbourner Aquarium (als Student reingeschmuggelt " wir haben unseren Aussweiss vergessen...biiiiiitttteeee?!?!? OK! ) :-)
  • Melbourner Museum (wie oben - Geldsparaktion^^)
  • Citytour mit Strassenbahn
  • Kekssession im Botanischen Garten
  • Nachtleben unsicher gemacht (dabei unseren australischen Stammclub gefunden)
  • und und und!!!
und dann kam der Luxusurlaub!!!!! Von Backpacker Hostel gings ab ins 4 1/2 Sterne Resort! Auch "Hotel und Tagungscenter" genannt ... unsere alte Firma (fuer die Wirtschaftsleute unter uns auch Unternehmen oder Betrieb genannt ;-)...) hatte geladen. Ein Teil der Mitarbeiter aus Australien, Tasmanien und Neuseeland waren gekommen, um es sich fuer 3 Tage gut gehen zu lassen.
Ohne Erwartung stiegen wir aus dem Bus und betraten eine Welt mit Wirlpool in (jedem!!) Badezimmer (endlich mal wieder barfuss Duschen!!!Ohne Flip Flops^^), super Fruehstueck, suesse Lunchpackete und ein "perfektes Dinner" mit gaaaaaaanz viel Besteck (dabei stellte sich herraus, dass nicht jeder unbedingt weiss wofuer man nun 3 Gabeln braucht - wir standen hilfreich zur Seite ;)...)
Abends wurden wir dann vom "heiligen Land" in die "heilige Feierei" eingeweiht. Bei freiem Champus liessen wir uns spirituel von den israelischen Dancemoves mitreissen.
Den naechsten Tag chillten wir am/im Pool und liessen ihn mit Popcorn und DVD ausklingen. Tja und dann ... dann waren die 3 Tage Luxus auch schon wieder um und es hiess nun entgueltig Abschied nehmen von unseren neu gewonnenen Freunden und ab zurueck ins Hostel!
Von 4 1/2 Sterne und 3-Bettapartment ging es ins 12 Bettzimmer ...die Umstellung war kurz und schmerzlos!
Und dann folgten Gammeltage in Melbourne, weil von wegen Feiern bis um 5 Uhr morgens ... lange Schlafen ... Tag zuende! ^^Dies wiederholten wir ein paar Mal. Frei nach dem Motto : Auf gehts, ab gehts, 3 Tage wach....
Als wir uns dann endlich mal wieder aufgerafft haben gings auf eine 1-Tagestour auf der beruehmten "Great Ocean Road". Wir wurden morgens um halb 11 abgeholt und nachts um 1 wieder abgesetzt. Fuer guenstige $95 (45 Euro) sind wir durch den Regenwald gewandert, haben Koalas beknipst, haben an den bekanntesten Straenden der 243km langen Kuestenstrecke halt gemacht und haben als Highlight den Sonnenuntergang bei den "12" Aposteln bestaunt. Zunaehst bestand dieser Sonnenuntergang zwar eher aus einer dichten Nebelwand, doch dann, wie durch ein Wunder ;), wurde es Licht - der Himmel leuchtete in seinen schoensten Farben - fuer 3 Minute - pink, rot, violett ... wahnsinn!!!
Wir waren tot! Der Tag hatte uns geschafft, leider war bei "Donnas Fahrstil" schlafen nicht wirklich moeglich!
So Leute, das war erst mal wieder. Ach ja ... morgen fliegen wir nach Alice Spings, um uns mal das kleine rote Steinchen in der Mitte Australiens auszuschauen.
Also gaaanz liebe Gruesse an euch alle,
bis bald eure Caro und Lena

Montag, 5. Januar 2009

hey Leute,
hier melden wir uns das erste Mal im Jahr 2009!!! Mittlerweile sind wir in Melbourne angekommen. In den letzten paar Tagen ist so viel passiert ... wollen wir mal von vorne anfangen!

Wie schon berichtet ging unser Flug am 30 Dezember um 12 Uhr Mittags. Jedenfalls dachten wir das ... wir standen also am Schalter, um einzuchecken ...
Frau am Schalter: ,,Tja Maedels, das war wohl nix! Euer Flug ging letzte Nacht um 12:05am!"
hmmm ... schade...! Zum Glueck konnte die nette Dame uns in den naechsten Flieger quetschen! Puhh, doch kein Weltuntergang!
In Sydney angkommen wurden wir dann von Yvonne abgeholt. Nachdem wir uns mit ,,gruenes Auto" (unser geliehener Van) durch den sydneyer Abendverkehr gewurschtelt hatten fuhren wir nach Manly, einem Surfer Paradies, wo wir am "Beach" schliefen.
Morgens gings nach der kalten(!!!) Stranddusche wieder ab in die Grossstadt auf Parkplatzsuche. Dies stellte sich als kleines Problem heraus, da es in ganz Sydney nicht eine verwinkelte Gasse ohne Parkgebuehr gibt!! Nach langer Suche wies uns eine Politesse daraufhin, dass es in der Naehe der Bruecke eine kaputte Parkuhr gaebe ...unser Schlafplatz war gefunden! :)
Nachdem unser Silvestermake - up im Rueckspiegel angefertig war, gings auf in Richtung Harbour Bridge. Die Stadt war brechend voll ... wir koennen euch sagen, Kieler Woche hoch 200! Wir mussten feststellen, dass viele Bereiche bereits abgesperrt und nur noch mit best. Tickets zu erreichen waren. Und auf einmal standen sie vor uns ... 2 Inder!! Die Rettung.
Inder 1 : Seit ihr zu dritt?
Ja!
Inder 2: Hier, ihr koennt unsere Tickets haben, unsere Freunde konnten nicht kommen....
Naaeee!!!!
Und dann ging der Kampf los! Bei 28 Grad standen wir 5 Stunden in der Menge und kaempften um unsere 5 cm Standflaeche. Gegen 24 Uhr hatten wir uns dann doch bis fast nach Vorne gerungen und der Countdown lief. 5 Stunden quetschen zahlten sich im Endeffekt doch aus, die12 Minuten Feuerwerk waren es wert und zack, waren wir im Jahr 2009!
Am 01.01.2009 gings mit ,,gruenes Auto" in Richtung Hauptstadt. Wie die meisten von euch ja wahrscheinlich wissen, soll Canberra nicht soooo spektakulaer sein. Uns hat es eigentlich ganz gut gefallen. Wir haben das Regierungszentrum besucht und haben letztendlich neben einem Sportplatz geschlafen. Hier haben wir dann auch nett DVD geschaut, denn man muss sagen, dass unser Luxusauto nicht nur ein Waschbecken und einen Kuehlschrank hat, sondern auch einen DVD Player... JAHA!!! Neidisch?!?!Am naechsten Tag wurde mal wieder geduscht, bei Aldi eingekauft und sich kulturell im Kriegsmuseum weitergebildet. :)
Die naechste Nacht wurde etliche Kilometer weiter wieder mal auf einem oeffentlichen Parkplatz geschlafen.
Dann hies es wieder fahren, fahren, fahren ... hierbei wurden wir immer wieder von dem Facettenreichtum der australischen Flora und Fauna ueberrascht.
Nach einigen Stops an schoenen Ecken chillten wir am 04.01 mal fuer ein paar Stunden bei 31 Grad am Strand.
Kurz vor Melbourne machten wir Halt auf der Halbinsel "Phillip Island"und besuchten unteranderem ein Schokoladenmuseum. :)
Gestern kamen wir dann endlich hier in Melbourne an. Vorher wurde natuerlich nochmal im Meer gebadet und in der Sonne gebrutzelt.
Gegen Abend spielten wir dann Schuhmacher auf der Formel 1 Rennbahn mitten in Melbourne. ,,Gruenes Auto" hat sich nicht schlecht geschlagen und wir machten eine gute Figur als Boxen Luder. :) Die letzte Nacht im Auto haben wir mit verspannten Nacken doch ganz gut ueberstanden. Wir sind gespannt was Melbourne noch so zu bieten hat, bisher gefaellt es uns doch schon richtig gut. Mal schauen was noch so geht. Wir ziehen jetzt jedenfalls erstmal fuer eine Woche ins Hostel, da wir uns leider heute von unserem gruenen Weggefaehrten trennen mussen ...

Also Leute, bleibt uns treu, bald gibt es Neues! ;-)
eure Caro & Lena