So Leute da sind wir wieder. Tut uns Leid, dass wir uns so lange nicht mehr gemeldet haben, aber wir mussten unseren ersten herben Rueckschlang in Australien verkraften....
Alles fing damit an, dass uns klar wurde: So kann es nicht weiter gehen! Wir brauchen ne Pause sonst halten wir es nicht aus bis Weihnachten fuer Zoco zu arbeiten. Also, kurzerhand wurde mit den Managern gesprochen und eine 2 woechige Pause vereinbart. Wie schon berichtet wurde "Dorothee" gepackt und los gings. Erst einmal vollig verplant und unter Zeitdruck, ohne Landkarte und ohne Sprit - aber mal von Anfang an...
Donnerstag, 2.10.08: Bei einem Kilometerstand von 299120 brachen wir abends um 18 Uhr, nachdem wir einfach nur alles ins Auto geschmissen haben, auf. (Ein Fehler wie sich spaeter herausstellte...). Nach 100km haben wir uns gedacht, es waere vll doch nuetzlich eine Landkarte zu kaufen... :)schliesslich wollten wir noch ein bisschen mehr als nur den Highway sehen.
Tja, leider hat uns diese Karte auch nicht wirklich viel gebracht, da diese uns leider nicht sagen konnte, welche Strassen gesperrt sind. Wir fanden uns dann voellig verplant in irgendeinem Farmgebiet wieder und ihr koennt euch nicht vorstellen wie verzweifelt, muede, gereizt, aggressiv und verloren man sich nachts um 11 Uhr in einem Labyrinth mitten in der Walla Pampa vorkommen kann. Nachdem wir fast eine ganze Tankladung verfahren hatten, landeten wir aus unerklaerlichen Gruenden voellig erschoepft vor einem Camping Parkplatz, wo wir illegalerweise die Nacht verbrachten. Am naechsten Tag war alles wieder gut. Wir haben nach dem Weg gefragt und endlich eine Tankstelle gefunden. Waerend des Tankens hat sich ein ,kleiner' Mitbewohner bei uns eingenistet...Eine schwarze, haarige Riesentarantel!! Wir sahen nur noch die Beine und zack war sie drin! Verdammt!! :D:D naja, sie scheint wohl irgendwan wieder ausgestiegen zu sein, denn wir sahen sie zum Glueck nie wieder.
Unser erstes Ziel sollten die "Pinnacles" werden. War nett. Halbe Stunde hat aber auch dann gereicht. Es wurden natuerlich typische Touri-Bilder gemacht. Auf dem Stein, neben dem Stein, zwischen den Steinen und vor dem Stein. Nach stunden langem Geradeaus fahren uebernachteten wir auf dem Billabong Camping Platz, wo wir uns dann auch nach 1 1/2 Tagen endlich mal wieder duschen konnten! Klingt eklig (war es auch^^), aber wir haben uns schon an so einiges gewoehnt. Am naechsten Tag hiess die zweite Anlaufstelle "Monkey Mia". Auf dem Weg dorthin machten wir Rast am "Shell Beach". Der laengste Muschelstrand der Welt. Anstatt regulaerem Sand fanden wir Millionen von kleinen, weissen Muscheln vor. Die Augen zu kleinen Schlitzen verformt, verbrachten wir einen kurze Zeit damit, das Magazinfoto in unsere Erinnerungen einzubrennen. Einige Kilometer weiter bogen wir rechts zur "Little Lagoon" ab. Neben tuerkis farbendem Wasser (ver)brutzelten wir ne Stunde in der Sonne. Angekommen in Monkey Mia fanden wir ein paradiesisches Plaetzchen Erde vor. Unser Abendessen bestand (wie jeden Abend) aus Tost mit Frischkaese und Tomaten. Um 7:15 lagen wir im ,Bett', da wir am naechsten Morgen frueh raus mussten. Das beondere an ,,Monkey Mia'' ist, das jeden Morgen um die gleiche Zeit wildlebende Delfine an den Strand kommen, um sich fuettern zu lassen. So standen wir in unserem Urlaub morgens um 7:30 mit ca.50 anderen Touris am Strand und bewunderten die enzigartige Schoenheit der Mutter Erde...LOL ^^
Nachdem wir unsere Auto mit Hilfe eines Jump-starts endlich in Gang bekommen haben gings weiter in Richtung "Coral Bay". Unter anderem haben wir auf dem Weg die Praktiken des sogenannten "Car-flirtings'' kennengelert, da man auf dem Weg eh nix anderes zu tun hat als tote Kangaroos zu zaehlen. Die 9 CD, die Caro mitgenommen hatte, kannten wir mittlerweile auch schon in und auswenig. Gebt uns ein Lied und wir koennen euch genau sagen welche Nummer auf welcher CD. *g*
Aber es waren nicht nur unzaehlige Kangaroos zu bestaunen...Lena: Da lag ne tote Kuh...*g*
Tja, und dann kam es....unser Rueckschlag!
Mitten im Nirgendwo...eine Explosion...nanue, waren wir das?! Wir bemerkten den Rauch...hmmm...ja, das waren wir...! Verdammt! Zum Glueck fuhren zu dem Zeitpunkt gerade zwei Backpacker aus Shottland hinter uns, die uns dann kurzerhand zur letzten Tankstelle fuhren, wo wir dann den Abschleppdienst anriefen. Fuer $583 brachte dieser unseren Schrotthaufen, 1 1/2 Stunden spaeter in den naechsten, 130km entfernten Ort. Canarvon - dies sollte unser letztes Ziel sein. Dort angekommen erhielten wir die Prognose - Motor Totalschaden.... Wir versuessten uns die naechsten Tage damit, vergeblich unser Auto zu verschaerbeln. Auch ein 7 km langer Fussmarsch zum 'beach' hat unsere Situation und unsere Stimmung eher verschlechtert. Der Hoellentrip sollte wohl nicht enden. In der bruetenden Hitze verbrannten wir klaeglich auf einer Duene. Nach 3 Tagen ,,Erholung" in Carnarvon fuhren wir am Mittwoch fuer $132 mit dem Bus zurueck nach Hause. Diese wundervolle Busfahrt (904 km - quasi quer durch Deutschland) teilten wir mit betrunkenden und nach Schweiss stinkenden Aboriginies und Muetter, die der Meinung waren, die vollgekackten Windeln ihrer Kinder auf dem Sitz waechseln zu muessen. Hat Spass gemacht...! Wirklich...!
Zurueck in Perth durften wir dann nochmal schoen 3 1/2 Stunden am Busbahnhof warten, da unsere Manager aufgrund eines juedischen Feiertages kein Auto mehr fahren durften.
Zuhause angekommen, waren wir froh alle wiederzusehen.
Auch wenn der Trip eine Erfahrung war, die wirnicht unbedingt machen mussten, war es doch ein Erlebnis, dass wir nicht so schnell vergessen werden. Auf dieser Reise wurden uns folgende Dinge bewusst: 1. wie unendlich gross dieses Land wirklich ist, 2. man stundenlang geradeaus Fahren kann ohne auch nur eine menschen Seele zu treffen, 3. wie viele Kangaroos ueberfahren werden, 4. man kann innerhalb von 3 Tagen 8 CDs auswenig lernen...
Sonntag, 26. Oktober 2008
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